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Auf Worte müssen Taten folgen!

22. Jul 2026

Pressemeldung zur aktuellen Lage im Sudan

In einem Brief an die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Serap Güler bitten die Deutsche Sektion der Internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi, der pax christi-Kommission Solidarität mit Zentralafrika und der pax christi Regionalverband Rhein-Main die Bundesregierung „alle ihnen möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um eine Fortsetzung der grauenhaften Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung im Sudan zu verhindern“.

 Aktuell droht ein erneutes Massaker an der Zivilbevölkerung in der Großstadt al-Obeid – der Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Kordufan, durch die Terror-Miliz RSF. Dies bestätigt auch die UN-Untersuchungskommission, die vor einer Wiederholung der Massaker in al-Faschir in Darfur warnt und die Weltgemeinschaft dringend zum Handeln aufgefordert hat. 

„Wir appellieren an die deutsche Bundesregierung“, so die pax christi Bundesvorsitzende Birgit Wehner, „neben Worten der Besorgnis nun auch Maßnahmen zu ergreifen, um Druck auf die Handelspartner auszuüben, die an diesem Krieg beteiligt sind. Insbesondere fordern wir die Bundesregierung auf, den diplomatischen und wirtschaftlichen Druck auf die Vereinigten Arabischen Emirate und Äthiopien zu erhöhen, da beide die RSF-Miliz erwiesenermaßen durch Waffen und sonstige Rüstungsgüter, sowie durch Trainingscamps unterstützen.“ 

Im Sudan findet die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit statt. Über 400.000 Menschen sind bereits getötet worden. „Ohne die kriegsunterstützenden Staaten wie u. a. die VAE und Äthiopien könnte dieser furchtbare Krieg im Sudan kaum weitergeführt werden“, so der Co-Vorsitzende des pax christi Regionalverbandes Rhein-Main Thomas Meinhardt. Vor diesem Hintergrund fordert pax christi „ein sofortiges Waffenembargo Deutschlands gegenüber den VAE und Äthiopien, um der Forderung nach der sofortigen Beendigung der militärischen und wirtschaftlichen Unterstützung der RSF Nachdruck zu verleihen.“ 

„Die Bundesregierung muss durch ihr Handeln deutlich machen, dass Deutschland und die EU nicht einfach zusehen werden, wenn Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Äthiopien Kriegsverbrechen unbeschreiblichen Ausmaßes unterstützen oder gar erst in diesem Umfang ermöglichen“ erklärt die pax christi Bundesvorsitzende, Birgit Wehner. 

Pressekontakt: rhein-main@pax-christi.de, Tel: 069 60504310



 

 

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